Freiwillige Feuerwehr Bimbach e.V.
Freiwillige Feuerwehr Bimbach e.V.

Chronik

Die Jugendfeuerwehr Bimbach wurde am 18.Oktober 1974 von 13 Jugendlichen gegründet.

Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr

Im Jahre 1973 entschlossen sich die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Bimbach, an ihrer Spitze der 1.Vorsitzende und Wehrführer Gustav Münker, eine Jugendfeuerwehr zu gründen.
Mit dem Bestreben, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, sollte in ihr der Nachwuchs für die Einsatzabteilung der Wehr ausgebildet und den Jugendlichen eine Möglichkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung gegeben werden. Die Vorbereitungen hierzu waren ua. die Wahl von Werner Münker zum Jugendwart in der Generalversammlung 1973.
Auf einen Aufruf in der Öffentlichkeit hin meldeten sich 13 Jugendliche und bewarben sich um die Aufnahme.
So fanden sich diese am 18.Oktober 1974 im Schulungsraum des Feuerwehrhauses ein um die  "Jugendfeuerwehr Bimbach" zu gründen. Welch glückliche Hand die Vereinsführung mit der Anmeldung ihrer Jugendgruppe hatte, geht aus einem Schreiben des damaligen stellvertretenden Hessischen Landesjugendfeuerwehrwartes Johann Kroboth an die Bimbacher Wehr hervor, in dem es heißt: ".....sehr geehrter Herr Münker, wie ihnen Kamerad Vonderau (Kreisjugendwart) sicherlich mitgeteilt haben dürfte, handelt es sich bei der Neugründung der Jugendfeuerwehr Bimbach um die 1000ste Jugendfeuerwehr in Hessen. Bestimmt ein Ereignis, das gebührend gefeiert werden sollte."
Doch damit nicht genug. Es sollte sich zusätzlich auch noch um die 50. Jugendgruppe, die im Landkreis Fulda gegründet wurde, handeln.
So fand sich dann am 18.Oktober 1974 auch so manche politische und feuerwehrmäßige Prominenz im Schulungsraum des Feuerwehrhauses ein. U.A. konnte der Vorsitzende Münker als Vertreter der Hessischen Landesregierung den Ministerialrat Kayser, den Vertreter des Landrates Herrn 1.Kreisbeigeordneten Paul, den Vertreter des Bürgermeisters Herrn Josef Klüber und den Ortsvorsteher Herrn Hermann Michel begrüßen.
Für die Deutsche Jugendfeuerwehr waren der Bundesjugendleiter Georg Kühn und dessen Stellvertreter Johann Kroboth sowie für die Kreisjugendfeuerwehr der Kreisjugendfeuerwehrwart Otto Vonderau erschienen.
Für den Kreisfeuerwehrverband nahmen der Kreisbrandinspektor Ernst Sitzmann und dessen Stellvertreter Karl Breemann sowie Geschäftsführer Walter Krämer teil.
 In seiner Begrüßung ging Münker auf die Aufgaben der Feuerwehren in der Zukunft ein und traf die Feststellung, dass die Erfüllung dieser Aufgaben nur mit der Gründung einer Jugendfeuerwehr gesichert werden könne.
Als 1.Jugendwart übernahm nun Werner Münker die Führung und Ausbildung der Jugendlichen.
Ihm zur Seite stand Wilfried Appel, der im August 1975 die Jugendabteilung übernahm.
Unter der Leitung des ersten Jugendgruppenleiters Wolfgang Derbort erarbeitete man bereits im Februar 1976 die erste Jugendordnung, die am 27.Feb. 1976 von der Mitgliederversammlung beschlossen wurde und in Kraft trat.

Zu dieser Zeit gab es nur sehr wenige Wehren, die eine eigene Jugendordnung für ihre Jugendabteilung erstellt hatten.
Hierin hieß es ua. im § 1 i: "Jedes Mitglied hat die Pflicht, den Gruppenraum so zu verlassen, wie er ihn vorgefunden hat. Sollte das nicht der Fall sein, so muss derjenige bei einer Veranstaltung den Küchendienst übernehmen".
oder
"bei zweimaligem untentschuldigten Fehlen innerhalb eines viertel Jahres in der Gruppenstunde wird eine Ordnungsstrafe von DM 2,00 erhoben".

Da, wie man sicherlich feststellt, die damalige Jugendordnung heutigen Ansprüchen nicht mehr ganz gerecht wird, wurde diese ständig überarbeitet, ergänzt und auf den aktuellen Stand gebracht. Um die Jugendarbeit auch finanziell auf eigene Füße zu stellen, begann man durch Veranstaltungen wir z.B. Disco-Abende und ähnliches, eine Kameradschaftskasse aufzubauen. Diese Kameradschaftskasse trug und trägt auch heute noch die Aktivitäten der Jugendgruppe, so dass Unterstützung durch den Verein nur in seltenen Fällen erforderlich ist. 

Eine wichtige und tragende Säule der finanziellen Unabhängigkeit der Jugendwehr und ein Beitrag der Feuerwehr zum Erhalt alter Traditionen wurden das jährliche Hutzelfeuer.
Bereits im ersten Jahr nach der Gründung entschlossen sich die Jugendlichen, die alte Tradition des Abbrennens eines "Hutzelfeuers" am Sonntag nach Fastnacht wieder aufleben zu lassen. Im Winter (2014) wurde bereits das 38.Hutzelfeuer in Folge am Schnepfenweg entzündet. Seit Beginn wird der Holzstoß jeweil in Handarbeit errichtet und wer einmal selbst mit aufgebaut hat, kann ermessen, welch grosse Zahl an Arbeitsstunden hier bei Wind und Wetter bisher angefallen sind.
Nicht immer ging alles glatt, so musste 1993 wegen einer schriftlichen Bombendrohung die Kriminalpolizei eingeschaltet und der Reisighaufen beim abbrennen in sicherer Entfernung abgesperrt werden.
Mehr als einmal stürzte der Holzstoss, als er fast fertig war, wieder in sich zusammen.
So musste 1994 sogar ein grosser Bagger mithelfen, damit das Feuer rechtzeitig am Sonntag-Abend entzündet werden konnte.

Bestandteil der Jugendarbeit  waren stets auch immer wieder Werbeveranstaltungen, um neue Mitglieder zu werben. So brachte ein Werbeabend am 28.08.1979  -3- neue Mitglieder ein. Das 5-jährige Bestehen wurde am 20.10.1979 mit einer Gemeinschaftsübung an der Grund- und Hauptschule gefeiert.

Erfreulich war der Neuzugang von 10 Jungfeuerwehrmännern im Jahr 1980, so dass die Gruppe zu diesem Zeitpunkt auf 21 Mitglieder angewachsen war.

In der Generalversammlung am 21.03.1981 stellte Jugendwart Bernhard Wehner aufgrund der großen Anzahl von Jugendlichen den Antrag auf Benennung eines 2. und 3.Stellvertreters. Dem wurde mit der Wahl von Manfred Bickert und Bernhard Vandeberg entsprochen.

Im Kreisjugendzeltlager im Juni 1981 in Eiterfeld-Arzell konnte eine weitere Gruppe die Leistungsspange erwerben.
Neben 5 Neuzugängen konnten 6 Jugendfeuerwehrmänner in die Einsatzabteilung übernommen werden.
Am 21.03.1982 trat der Jugendwart B.Wehner vom Amt zurück, so dass die Leitung der Jugendgruppe sein Stellvertreter Wolfgang Derbort übernahm. Weiterer Betreuer wurde Erhard Brähler. Außerdem mussten 2 Mitglieder  wegen unkameradschaftlichen Verhaltens aus der JFW ausgeschlossen werden.

Die Wettkämpfe auf Kreisebene in Dirlos wurden als 5. abgeschlossen und auf Gemeindeebene konnte wieder ein Sieg errungen werden.
In diesem Jahr wurden außerdem Kapuzenpullover aus eig. Mitteln angeschafft.

Am 19.März 1983 wurde der bisherige Jugendwart  Wolfgang Derbort zum 1.Vorsitzenden gewählt und Bernhard Vandeberg leitete mit seinem Stellvertreter Erhard Brähler nun die Geschicke der Jugendabteilung.

Am 29.02.1984 begann eine schwere Zeit für die Jugendfeuerwehr, da der bisherige Jugendfeuerwehrwart seines Amtes enthoben werden musste und sein Stellvertreter nicht bereit war, das Amt zu übernehmen.
Auch in der Generalversammlung am 24.03.1984 konnte kein neuer Jugendwart gefunden werden, so dass die Führung der Jugendabteilung zunächst beim  Vorstand bzw. dem stellv. Jugendfeuerwehrwart lag.
Vom 24.-26.Aug 1984 feierte man mit einer Feierstunde im Bürgerhaus und Gemeindepokalwettkämpfen sowie einem Fussbalturnier das 10.jährige Bestehen.
Das schönste Geburtstagsgeschenk machten sich die Jugendlichen jedoch selbst, als sie aufgrund der Leistungen beim Kreisentscheid des Bundeswettkampfes an den Wettkämpfen auf Landesebene teilnehmen durften.
Der Gemeindepokal wurde zum 3.Mal in Folge gewonnen und der stellv. Jugendwart E.Brähler legte sein Amt nieder. Komisarisch übernahm Horst Derbort.
In der Versammlung am 16.03.1985 konnte wiederrum kein Jugendwart gefunden werden.
Nicht zuletzt deshalb bekam man in 1985 große Nachwuchssorgen. Obwohl positiv zu vermerken ist, dass 9 Jugendfeuerwehr-Mitglieder in die Einsatzabteilung übernommen wurden, schrumpfte gleichzeitig die Jugendabteilung auf 6 Mitglieder zusammen. Dies war der niedrigste Stand  seit bestehen der JFW. Man konnte nicht an den Wettkämpfen und am Zeltlager teilnehmen.
Nachdem aber im Laufe des Jahres wieder 4 Neuzugänge zu verzeichnen waren und im Feb. 1986 mit Heike Münker, Anja Reinhard und Anja Helfrich erstmals auch Mädchen aufgenommen wurden, besserte sich die Situation zusehends.

Trotzdem wurde auch 1987 wegen Fehlens des Jugendwartes die Führung und Arbeit mit den Jugendlichen auf alle Vorstandsmitglieder aufgeteilt.
Bei einem Werbeabend im Feb 1988 konnten weitere 6 Mitglieder neu gewonnen werden.
Als Belohnung für gute Leistungen im Jahr 1989 verbrachten die Jugendlichen einen ereignissreichen Tag im Fantasialand in Brühl.
Verdient hatten sie sich diesen Ausflug durch einen 3.Platz beim Bundeswettkampf auf Kreisebene sowie zwei 1.Plätzen bei den Gemeindewettkämpfen.
Im Jahre 1990 verzeichnet die Statistik wieder 23 Jugendliche bei 2 Austritten und 10 Neuzugängen, außerdem 4 Übernahmen in die Einsatzabteilung.

Es mussten 2 Gruppen gebildet werden, da der Altersunterschied der Jugendlichen die Arbeit erschwerte.
Höhepunkt des Jahres 1992 war zweiffellos die Teilnahme an den Landesjugendfeuerwehrwettkämpfen im Michelstadt, auch wenn das Ergebniss die Jugendlichen nicht zufrieden stellte. (Fortsetzung folgt)

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